Als ich die Neuronenmetapher von Jean-Pol Martin las und ein wenig über den Hintergrund recherchierte, war ich schon sehr fasziniert. In unserem Unternehmen saßen wir in unseren Besprechungen und alles war zäh, klebrig und wir kamen nicht vorwärts. Unsere Gruppe hatte sich nicht kalibriert, wir hatten voreinander noch Angst, dass ein Beitrag als „falsch“ angesehen wurde.

Sehr befreit haben mich daher die Ansätze: abfeuern, Input geben, nichts zurückhalten – immer unter der Präambel, wertschätzend miteinander umzugehen.

Natürlich gab es Besprechungen, aus denen ich hinausging und dachte: „Super, du hast sicher jedes Fettnäpfchen getroffen, dass du finden konntest.“ Als ich jedoch mir Feedback einholte, war das eher mein Problem gewesen, die Anderen fanden den Input eher erfrischend.  Soviel zum Thema Außenwahrnehmung  – Innenwahrnehmung.

Für mich habe ich jedenfalls beschlossen, mich rege zu beteiligen. Nichts ist schlimmer, als kein Feedback zu geben. Selbst wenn ich denke, wir besprechen Angelegenheiten, zu denen ich keine Meinung gebildet habe und ich (noch) nichts beitragen kann, melde ich genau das als Feedback. So wissen meine KollegInnen immerhin, dass ich interessiert folge und nicht in die innere Emigration gehe und aus der Diskussion aussteige.